Der Verein Unschuldsengel Iserlohn

Das "klassische" Fanclubleben war irgendwie nicht unser Ding. Wir hatten über die Jahre Mitgliedschaften beim Bully ­ Express, Icecrackers oder Lüdenscheider Eisteufel erworben und wieder abgegeben. Teils freiwillig, teils weil es uns nahe gelegt wurde. Zu viel Theater, zu viel Provokation, zu wenig hoch gelobte "Fairness" und "Fanfreundschaft". Wir waren aber geprägt von den Fan­ Größen der frühen und mittleren 90er Jahre. Jesus, Pinte, Kege und viele anderen

standen unter der Sprecherkabine und haben uns, damals noch jungen Fans, magisch angezogen. Nun war diese Generation abgetreten oder einfach ruhiger geworden und es schien uns, diese etwas andere Richtung in der Fanszene neu zu beleben und klar zu machen, dass es für uns nicht nur Friede­Freude­Eierkuchen gab, sondern wir für unseren Verein durch Feuer gehen und dieses der Hockeywelt auch klar machen wollten. So saßen wir: N.K., M.P. und A.L im Mai 2001 bei einer Kiste Iserlohner und diversen Schnäpsen zusammen und haben beschlossen: Wir machen was Eigenes. Die Unschuldsengel Iserlohn. Ohne Große Erwartungen haben wir die Gründungsversammlung angekündigt, zu der im Juli 2001 fast 40 Leute in die Gaststätte Peters kamen, die heute immer noch unsere Versammlungsstätte ist. Noch im selben Jahr mussten wir die Mitgliederzahl auf 65 begrenzen. Nein, wir wollten sie begrenzen, weil wir uns nicht an Karteileichen, sondern an wirklich aktiven Fans messen lassen wollten. Klasse statt Masse. Es folgten 14 Jahre mit über 130 Auswärtsfahrten und unzähligen Aktionen. In Erinnerung bleibt zum

Beispiel der Autokorso nach Essen. Vor der Eishalle haben wir zum Treffen und zur gemeinsamen Fahrt aufgerufen. Um in Kolonne zu fahren, haben wir den Rastplatz in Letmathe angefahren, mussten uns dann aber, nachdem dort bereits über 45 Autos standen und von der Autobahn immer mehr kamen, uns schnell in Bewegung setzen und haben so das Ruhrgebiet durchquert. Mit 2 Bussen und 100 Teilnehmern haben wir kurz darauf das Sauerlandlied "abgefahren". Wir waren in Winterberg, in Züschen einen zischen, in Schmallenberg, in einer Baracke in Kaderschnacke. Wir hatten sogar in Hudesossen auf einem Parkplatz eine Schießbude organisiert. Gut, auf Touristen

haben wir nicht geschossen, aber auf eine Scheibe. Auch unser Fanstand in der Eishalle war einzigartig und ist heute kaum wegzudenken. Anfangs waren wir noch im IFP organisiert, später kam es aber zum Bruch, weil uns inhaltlich einfach zu viel von anderen Clubs trennte.Nun ja... den IFP gibt es nicht mehr.... uns immer noch. Engen Kontakt haben wir durch S.W. und E.B zum Fanbeirat, was für uns der bessere Weg ist mit dem Verein was zu erreichen. Freundschaftlich verbunden blieben wir vielen; mindestens genauso viele mochten uns fortan genauso wenig, wie

wir sie zeitlebens. Im Laufe der Jahre entwickelten sich aber die engsten Kontakte zu den Ihnetalern und auch zur später gegründeten und mittlerweile aufgelösten UCI. Auch zur *neuen Mitte* wird intensiver Kontakt gehalten um den bestmöglichen Support in der Eishalle zu erreichen.Auch zum Verein halten wir immer noch sehr enge Kontakte. M.P. ist heute noch Unschuldsengel. Mittlerweile sind wir in unserem 15. Jahr, und eins können wir euch sagen:

"Wir ham noch lange nicht genug!!!"

DIE ENTSTEHUNG
Unschuldsengel Iserlohn E. V. Supporters seit 2001